Lehrpersonen sind zentrale Anker guter Bildung

Am Samstag, 24. Oktober 2026 fand die jährliche Delegiertenversammlung des KLV St. Gallen statt. Nach dem musikalischen Auftakt von Xylomania der Musikschule Oberrheintal durfte KLV-Präsident Patrick Keller im Saal des Hotels Sonne in Altstätten rund 130 Delegierte und Gäste begrüssen. 

Er teilte mit ihnen zum Einstieg verschiedene Gedanken zu abnehmenden Mathematik- und Leseleistungen bei Kindern und Jugendlichen, Künstlicher Intelligenz, Schulreformen und der Persönlichkeit der Lehrpersonen als zentralem Element der Bildung. Stadtpräsident Ruedi Mattle überbrachte die Grussworte der Stadt Altstätten und erwähnte, wie wichtig aus seiner Sicht das Vertrauen der jungen Menschen in die Gesellschaft, den Staat und allgemein in eine positive Zukunft sei. Die Schule leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dieses Grundvertrauen zu fördern und zu erhalten. 

 

Vorstand durch die Wahl von zwei Neumitgliedern ergänzt 

Aus dem Vorstand berichteten Daniela Niethammer und Marco Wicki über wichtige Themen aus dem vergangenen Verbandsjahr wie die Sparentscheide mit Auswirkungen für die Berufsfachschulen, die erwartete Berufsschulstrategie, die Totalrevision des Volksschulgesetzes und politisch umstrittene Inhalte, die Überarbeitung des Sonderpädagogik-Konzepts, die LCH-Studie zur integrativen Schule und den Prozess zur Integration der Schulassistenzen unter dem Dach des KLV St. Gallen. Mit Gabriela Steiner und Joëlle Schmid wurden in der Vereinsversammlung zwei Vorstandsmitglieder verdankt und verabschiedet. Zur Ergänzung des Vorstands wurden im Anschluss einstimmig Björn Wiget (Schule Hinterforst) und Kevin Speck (Schule Gaiserwald) gewählt. Sandra Locher-Benguerel, Geschäftsleitungsmitglied LCH, wies in ihren Worten aus dem LCH unter anderem darauf hin, dass dem LCH die wachsende Bildungsungerechtigkeit, welche in letzten Verbandsjahr durch vier Untersuchungen bestätigt wurde, zu denken gebe.  

 

Was darf die Politik der Schule zumuten? 

Regierungsrätin Bettina Surber schätzt es sehr, mit den Lehrpersonen im Gespräch zu sein. Sie stünden im ständigen Spannungsfeld zwischen Erwartungen und Leistbarem. Da müsse seitens Politik immer wieder überlegt werden, was in der Schule wirklich nötig und wichtig sei. Die Bildungsdirektorin sprach zudem die Relevanz von früher Förderung an, um bestehende Entwicklungsdefizite vor dem Schulstart zu verringern. Sie dankte allen Anwesenden für ihr tägliches Engagement für Kinder und Jugendliche und eine gute Schule sowie dem KLV St. Gallen für das Mitwirken in verschiedenen politischen Geschäften, womit gemeinsam gute Lösungen erarbeitet werden können. 

 

Die Entwicklung von KI ist rasant – auch für die Schule 

Im Anschluss referierte Mario Luzi von der Ostschweizer Fachhochschule zum Thema «KI und Chancengerechtigkeit». Er ist der Überzeugung, dass es Menschen mit Wissen braucht, damit KI-Aussagen kritisch reflektiert und eingeordnet werden können und dass die Kompetenz im Umgang mit KI zu einem Standard werden muss. Er orientierte sein Referat an den fünf Dimensionen von KI für den Unterricht nach Joschka Falck: Lernen mit, durch, über, ohne und trotz KI. Seine Präsentation liefert einige Anregungen zum Weiterdenken und ist hier zu finden:

zur Präsentation von Mario Luzi, OST

Datum

28.10.2026