Für den KLV St. Gallen sollte diese Mindestvorgabe aber weiterhin Bestand haben. Neben der Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen sind die Gesundheits- und Sportförderung wichtige Argumente für eine einheitliche Regelung. Deshalb empfehlen wir, die von einer breiten Allianz lancierte Nein-Petition zu unterzeichnen.
Der Abbau von Sportunterricht muss vermieden werden. Dieser Überzeugung ist eine breite Allianz, welche auch vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH unterstützt wird. Deshalb hat die Allianz über eine Medienmitteilung die Öffentlichkeit informiert, dass der Bund bei den Kantonen eine Vernehmlassung zur Löschung der Mindestvorgabe von drei Lektionen Sportunterricht für alle Kinder und Jugendlichen eröffnet hat.
Der nationale Standard für den Sportunterricht sorgt für einen chancengerechten Zugang zu Sportunterricht für alle Kinder und Jugendlichen und damit für einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheits- und Sportförderung bei Kindern und Jugendlichen. Bewegungsmangel, Übergewicht und Folgeerscheinungen stellen grosse Herausforderungen für unsere Gesellschaft dar. Investitionen in den obligatorischen Sportunterricht sind deshalb sehr wertvoll und volkswirtschaftlich sinnvoll.
Mit der lancierten Petition soll Druck auf die Entscheidungstragenden ausgeübt werden, damit das Sportfördergesetz nicht angepasst und damit der Mindeststandard erhalten wird. Ansonsten besteht das Risiko, dass der Sportunterricht bei Sparbemühungen zum politischen Spielball wird.